Frühere Jahrestagungen

 

Jahrestagung 2015

Care Leaver in der Schweiz - Der Familie entwachsen?

Wenn Pflegekinder volljährig werden, ergeben sich nicht nur rechtliche Veränderungen, auch das Pflegeverhältnis wird neu reflektiert. Die Frage, wie lange volljährige Pflegekinder in der Pflegefamilie bleiben können hat Brisanz. Sie stellt sich bei leiblichen Kindern so nicht. Wird die Finanzierung bis zur Volljährigkeit durch öffentliche Gelder geregelt, müssen Pflegeeltern und Care Leaver untereinander aushandeln, wie es weitergehen soll. Leaving Care ist Prozess und Zusammenspiel verschiedener Akteure, deren Perspektiven wir aufgegriffen und zur Diskussion gestellt haben.

Der Hauptreferent Prof. Dr. Dr. Michael Winkler griff die grundsätzlichen Fragen dieses Übergangs auf: Kann die Sorge um ein Kind, einen Jugendlichen mit dessen Volljährigkeit einfach aufhören? Muss das pädagogische Handeln in solchen Übergangssituationen nicht aus der Wahrung einer Kontinuität bestimmt werden, die eben doch zugleich der Veränderung der Lebenssituation gerecht wird? Wie kann das geschehen und wer soll dafür aufkommen?

Da sich die meisten 18-jährigen Care Leaver noch in Ausbildung befinden und kaum durch ihr privates Umfeld finanziell unterstützt werden, bleiben sie auch nach der Erziehungshilfe auf öffentliche Leistungen angewiesen. Was das für Care Leaver bedeutet, beschrieb Dr. Severine Tomas in ihrem Beitrag.

Lic. phil. Karin Werner stellte erste Ergebnisse vor aus einer explorativen Untersuchung. Diese fragte: Wie erleben Pflegeeltern den bevorstehenden Übergang der Pflegejugendlichen in die Volljährigkeit?

Roger Sennhauser MA UZH, erläuterte die Aufgabe im Prozess des Care Leaving der Kindesschutzbehörde und die rechtlichen Spielräume. die dabei genutzt werden können.

Beim Vorbereiten der „Lebensform nach 18“ ist es die Aufgabe der Beistände, die verschiedenen Ansprüche und Wünsche aller Beteiligten zu verhandeln. Wie dies geschehen kann, stellte Theres Kunz anhand eines Fallbeispieles dar.

An dieser Tagung wurde das Thema Care leaving kritisch vertieft und der Austausch und die Vernetzung aller Beteiligten gefördert. Hinweis: Netz Nummer 3 im 2016 widmet sich nochmals umfassend dem Thema. Das Heft erscheint im Oktober 2016.

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Jahrestagung 2014

Pflegekinder beteiligen

Die Umsetzung von  Artikel 1a in der neuen Pflegekinderverordnung PAVO

Die Tagung beschäftigte sich mit der neuen Pflegekinderverodnung PAVO. In Artikel 1a Kindeswohl muss das Kind über seine Rechte informiert und es soll dem Kind eine Vertrauensperson zugewiesen werden.

Es referierten:

Prof. Dr. Harry Dettenborn: Zum Verhältnis von Kindeswille und Kindeswohl - Möglichkeiten und Grenzen des Einbezugs eines Pflegekindes unter der besonderen Berücksichtigung des Kindeswillens und dess Erkundung. Powerpoint herunterladen

Dr. iur. Regula Gerber Jenni: Das Kindeswohl in der PAVO - Rechtliche Grundlagen und Bedingungen zur Umsetzung von Mitwirkung. Powerpoint herunterladen

Lic. phil. Maria Mögel: Wie begegnen wir dem Anspruch auf eine altersgemässe Aufklärung? Erfahrungen aus der psychotherapeutischen Praxis. PDF herunterladen

Claudio Fischli, Pflegefachmann HF: Wie wird jemand zu einer Vertrauensperson? Erfahrungen und Fragen aus der Praxis einer "Vertrauensperson". Powerpoint herunterladen

Jahrestagung 2013

Schutz der Kinder und Schutz des privaten Lebens - Chancen und Risiken der Professionalisierung im Pflegekinderbereich

Es referierten:

Prof. Dr. Klaus Wolf, Professor für Erziehungswissenschaft/Sozialpädagogik an der Univeristät Siegen: Sind Pflegefamilien Familien oder kleine Organisationen? Die Aufgaben von Pflegefamilien und der sie begleitenden Sozialen Dienste; PDF herunterladen

Dr. med. Bruno Rhiner, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherpaie, Chefarzt des Kinder- und Jugendopsychiatrischen Dienstes Thurgau: Auf Messers Schneide - Multisystemische Therapie im Kindesschutz - MST CAN - Hochintensives Therapieverfahren für Familien, die von Vernachlässigung und Gewalt betroffen sind;  PDF herunterladen

Prof. FH Dr. Anna Maria Riedi, Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW: Professionalisierung der Entscheidungsfindung - Zur Balance von Chancendenken, "Good Governance" und fachlicher Expertise;  PDF herunterladen

Jahrestagung 2012

Hilfeplanung mit Familien - sie machen ihren Plan selbst 

Es referierten:

Prof. Dr. Frank Früchtel, Fachhochschule Potsdam: Hilfeplanung wie in Stammesgesellschaften in Neuseeland - Family Group Converence (Familienrat) PDF herunterladen

Drs. Riet Portengen, Topic Ouderker, Amstel: Hilfeplanung mit dem sozialen Netzwerk in den Niederlanden PDF herunterladen

lic. phil. Albert Guler, Kindesschutzexperte, Horgen: Hilfeplanung und das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht PDF herunterladen

Jahrestagung 2011

Pflegekinder – verletzte Kinder? Bedeutung für die Pflegefamilie und die Hilfeplanung

Es referierten:

Prof. Dr. Jörg Fegert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapeut, Universität Ulm: Sensibilisierung des Helfersystems für die spezifischen Bedürfnisse von Pflegekindern PDF herunterladen

Dr. Bettina Bonus, Erzieherin und Ärztin: Die Entstehung einer Frühtraumatisierung bei Pflegekindern und die Konsequenzen für das Zusammenleben in der Pflegefamilie . Für weitere Informationen verweisen wir auf ihre Bücher.

lic. phil. Ulrich Zingg, Fachpsychologe für Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychologie: Muss jedes Pflegekind psychotherapeutisch begleitet werden? PDF herunterladen

Dr. Karin Anderer, Juristin, Sozialarbeiterin, Sozialversicherungsfachfrau und Pflegefachfrau Psychiatrie: Das Pflegegeld PDF herunterladen

Nationalrätin Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vorstandsmitglied der Pflegekinder-Aktion Schweiz. PDF herunterladen

Jahrestagung 2010

Was Pflegekinder stark macht – Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg

Es referierten:

Beat Niederberger: Wer hat hier eigentlich das Sagen?  PDF herunterladen

Dr. phil. Yvonne Gassmann: Entwicklungsverläufe und Kontinuität in der Pflegekinderhilfe PDF herunterladen

Dr. phil. Heidi Simoni: Partizipation ist notwendig PDF herunterladen

Jacqueline Fehr: Die Rahmenbedingungen - Wie fördert die Politik die Pflegekinder? PDF herunterladen

lic.phil. Barbara Raulf: Mitwirken stärkt Pflegekinder PDF herunterladen

Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser: Kommunikatin mit Kindern als Herausforderung für Fachpersonen PDF herunterladen

lic.iur. Stefan Blum: Beteiligung aus rechtlicher Perspektive PDF herunterladen

Beat Niederberger, Pflegevater: Eine Nasenlänge voraus PDF herunterladen

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